Aller Anfang hiess Lissabon

Über vierzig Jahre lang wollte ich Bücher schreiben - und tat es doch nie. Zumindest trug ich nichts davon, was im »stillen Kämmerlein« entstand, an die Öffentlichkeit. Dann kam ich zufällig nach Lissabon und wusste gleich: Jetzt ist die Zeit reif!

In Lissabon habe ich meinen ersten in Buchform veröffentlichten Roman geschrieben und ihn bewusst »Vom Leben« genannt, hier habe ich ihn überarbeitet, hierhin bin ich endlich geflogen, um die Endfassung zu erstellen. Somit trägt das Buch vom Ankommen und Weggehen und Weggehen und Ankommen zu Recht den Untertitel: »Lissabonner Fassung«.»

Als ich mich der Stadt zum ersten Mal näherte, da wusste ich nicht, was mich erwarten würde. Ich war aus einer puren Laune heraus hierher gereist, das gebe ich unumwunden zu. Nun aber verknüpfen sich bereits vor der Landung Erlebnisse mit Vorfreude, erweckt das Gestern Hoffnungen für das Heute und auf das Morgen und hüpft vor Aufregung und in Erwartung das Herz«, heißt es in »Vom Leben«.

Erzählt wird die Geschichte eines Mannes, den es zufällig nach Lissabon verschlägt. Er verliebt sich sogleich in die Stadt, wo er Alexandra kennenlernt. Ihm fällt während des Aufenthalts die Geschichte eines Mannes ein, der auf einer Wanderung einem verwitterten Wegweiser folgt, wodurch er in ein abgeschiedenes Bergdorf gelangt. Hier lässt er sich nieder, um sein Lebenswerk zu verfassen.

Doch: Hat der Ich-Erzähler den Mann in den Bergen erschaffen oder war es umgekehrt? Und welche Rolle spielt die alte Dame, die scheinbar außerhalb von Zeit und Raum lebt und den beiden Suchenden wohlwollend und kritisch zur Seite steht?

Diese und weitere Fragen stellen sich in dieser Parabel auf das Leben, in der klar wird: nicht alles ist, wie es scheint.

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