ScherbenLeben: Ein Buch der HoffnungEin Buch der Trauer und der Hoffnung

Die Frage stellt sich während eines Lebens oft, doch weniger häufig wird man nachgerade dazu gezwungen, sie abschliessend zu beantworten: Was noch werden soll oder kann aus dem eigenen Leben.

Nun aber steht Salomon Unwohl da, wartet auf die Nummer 7, die ihn dorthin führen soll, wohin er lange Zeit täglich fuhr. Und er steht da und weint: Er steht vor den Scherben seines Lebens: »Das Gefühl nicht loszuwerden, einmal zu oft gedemütigt worden zu sein: man kommt gegen dieses Empfinden nicht an, nicht mehr, eines Tages. Plötzlich ist es zu spät. Der Zeitpunkt kommt meist unerwartet, zu dem man wahrnimmt: die Abwehrkräfte sind restlos aufgebraucht. Leben ist verpufft, Leere hat sich eingestellt und breit gemacht, begründet in der scheinbaren Sinnlosigkeit des eigenen Tuns, dem zur Bedeutungslosigkeit weggeschwatzten langjährigen Wirken.«

Ein Buch der Verzweiflung? Ein trauriges Buch? Vielleicht. Aber auch ein Buch der Hoffnung. Und in jedem Fall ein Text, der den Abschluss mit Gewesenem markiert und dies in Aussicht stellt: »Neugierde auf Neues. Die unerschütterliche Zuversicht, es werde gelingen.«

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