... den Achtzigern und später...

Natürlich hat der Einzug des Internets auch bei mir fast alles verändert: Wo früher eine wohl geordnete Sammlung von Schallplatten und CDs war (die es allerdings immer noch gibt), herrscht heute ein Datenchaos auf allen Rechnern...

XTC: White MusicBereits zu Ende der siebziger Jahre war ich mit einer Band in Berührung gekommen, die mich vom ersten Moment an faszinierte: Im Zürcher Volkshaus hatte ich die (wie ich heute weiss: seltene) Gelegenheit mit einer Band, die unter dem Label »Punk« vermarktet wurde: XTC. Sie lieferte mir einige meiner Lieblings-CDs bis in die heutige Zeit.

Als ich 1993 bei einer Krankenversicherung zu arbeiten anfing, ahnte ich noch nicht, was mich in meiner Aufgabe als Kommunikationschef einst erwarten würde. Jedenfalls: Ich kehrte zur Musik zurück - als Verantwortlicher für unser Sponsoring (Gehörschutzpfropfen sowie Tribüne für Rollstuhlfahrer) bei Konzerten, auf Tourneen mit Florian Ast, Gotthard, DJ Bobo und Gölä sowie Open Airs (insbesondere Heitere und St. Gallen) und, unter anderem, bei der Zürcher Street Parade.

Somit war ich beruflich erneut an vielen, ja den meisten «grossen» Konzerten in der Schweiz anzutreffen. Und - natürlich! - sehr glücklich dabei.

Meine erste persönliche Musik-Entdeckung der 2000er Jahre waren «Flogging Molly» an den Winterthurer Musikfestwochen. Und als ich später nach Portugal reiste, entdeckte ich Musiker, von denen ich hierzulande nie gehört hatte.

Die ersten beiden Vertreter der portugiesischen Rockmusik, die ich wahrnahm, waren Mafalda Veiga und João Pedro Pais (Lado A Lado) und Clã. Von Mafalda Veiga kaufte ich mir sukzessive zusätzliche Alben (zum Beispiel Chão). Beim dritten Lissabon-Besuch entdeckte ich Sérgio Godinho und sein fantastisches Live-Album von 2008, «Nove e meja no maria matos», und arbeitete mich hörend anschliessend in seine musikalische Vergangenheit vor.

Wunderbar auch André Sardets «Acústico» während ich Donna Maria bei meinem zweiten Aufenthalt «mit nach Hause nahm», nachdem ich mir beim ersten Besuch einen Sampler (Grandes Baladas Portuguesas - ein guter Einstieg, wie ich fand) erstanden hatte, auf dem die Gruppe ebenfalls enthalten war. «The Gift» mit unheimlich eindringlichem, in elektronische Sphären entführenden Sound darf man sich ebenfalls nicht entgehen lassen. Gefallen fand ich auch an Rita Guerra. Kurz: Wie stets höre ich mich quer durch die Genres hindurch.

Jorge Palma, Luis Represas und Polo Norte sollte man sich ebenfalls anhören - und natürlich, als Vertreterin des modernen Fado, Mariza! Ihr Namentlich ihr «Concerto em Lisboa» geht wahrhaftig ans Gemüt, nicht zuletzt, da man sieht, mit wie vielen Emotionen diese hervorragende Künstlerin ihr Konzert beim Torre de Belem bestreitet.

...und so bin ich mir gewiss: die musikalische Reise wird weitergehen...

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